Frontalunterricht kennen wir in den Klassenstufen 7 bis 10 auch, aber seltener. Stattdessen setzen wir auf lebendige und wache Diskussionen – und ein Lernkonzept, das fast ein wenig an Universitätsvorlesungen erinnert. Denn die Pubertät verlangt nach anderen pädagogischen Antworten.
Das Besondere: Dein Kind schreibt seine Stundenpläne selbst, wählt bei welchem Lehrer es welche Themen vertiefen möchte und übernimmt echte Verantwortung für seinen Lernprozess. Work & Study in den Klassen 7 und 8 schafft Raum für die besonderen Bedürfnisse der Pubertät. Besonders hohen Wert legen wir auf Respekt, individuelle Talente, Selbstständigkeit und lebendige Neugierde.
Struktur: Mehrere Lerngruppen der Klassenstufen 7-10 mit flexiblen Arbeitsformen
Unterrichtszeiten: Werktags ab 8:30 Uhr, montags und freitags bis 14:20 Uhr, andere Tage bis 15:10 oder 16:00 Uhr
Besonderheit: Unterrichtsstunden dauern 60 bis 70 Minuten – Zeit für vertieftes Lernen
Betreuung: Ein Dutzend Lehrer für weniger Klassen – kleine, fokussierte Gruppen entstehen
Das Ergebnis: Teamfähige, kooperative, selbstständige und kritische junge Menschen mit wachem Geist – ohne Stresssymptome. Ein System das funktioniert.
Für die Pubertät braucht es andere pädagogische Antworten. Wir setzen ein Unterrichtskonzept um, das sich deutlich von der klassischen Montessori-Pädagogik in den Klassenstufen 1 bis 6 unterscheidet. Glücklicherweise brachte unser ehemaliger Schulleiter Wim Ruijsendaal praktische Erfahrung aus Amsterdam mit – er leitete dort eine weiterführende Montessori-Schule mit tausenden Schülern. Parallel tauschen wir uns bundesweit mit Montessori-Schulen aus, die bereits sehr erfolgreich Schulabschlüsse bis zum Abitur anbieten.
So funktioniert unser innovatives Konzept:
50% Klassengebundener Unterricht: Themen werden eingeführt, vorbereitet und in Kleingruppen bearbeitet. Typisch sind Einleitungen, Zusammenfassungen und lebendige Diskussionen. Aufgaben werden beschrieben, umgesetzt, Meinungen geäußert und Aufsätze geschrieben.
50% “Arbeitszeit” – Die Schüler wählen: Bei welchem Lehrer sie welches Fach vertiefen möchten – Mathematik, Biologie, Französisch oder Physik? Die Lehrer erwarten die Schüler in den Fachräumen – spontan, ohne Voranmeldung.
Das Ergebnis: Die Jugendlichen haben nicht einen Lehrer, sondern eher ein Dutzend. So entstehen kleine, fokussierte Gruppen mit intensiver individueller Förderung, die im Klassenverband keinen Raum findet.
Zu einem beeindruckenden Teil organisieren sich unsere Schüler:innen ihren Wochenplan selbst:
Sie entscheiden zwischen Pflicht und Kür
Übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess
Sprechen Ziele mit Lehrern durch
Bekommen alle acht Wochen eine klare Rückmeldung
Unsere wichtigsten pädagogischen Hilfsmittel sind dabei keine außergewöhnlichen Techniken, sondern: Respekt und Vertrauen.
Kompetenzberichte alle acht Wochen statt Ziffernnoten – mit detaillierter Rückmeldung über Lernstand und erreichte Ziele. Wir teilen den Lernstoff eines Schuljahres in vier Teile, damit der Stoff überschaubarer wird und der Entwicklungsstand optimal sichtbar bleibt.
Individuelle Gespräche zweimal im Jahr mit Fachlehrern. Bei mehr Gesprächsbedarf übernehmen unsere Klassenmentoren.
Flexibilität statt frühe Festlegung: Wir haben uns für eine Schulform entschieden, die jedem Kind gerecht werden kann. In Sachen sozialer Entwicklung sind alle Schüler Spitzenklasse.
Demokratie leben statt nur darüber reden: Schülerrat mit echten Entscheidungskompetenzen, Mitgestaltung des Schullebens und Konfliktlösung auf Augenhöhe.
Das Ergebnis: Unsere Schüler:innen lernen Demokratie nicht nur theoretisch, sondern leben sie täglich.
Individuelle Wege zu verschiedenen Zielen: Die Wahl für einen Schulabschluss nach der 4. Klasse zu treffen, erscheint uns verfrüht. Wir glauben, dass Kinder sich individuell entwickeln. Deshalb bieten wir vier Abschlüsse an: Hauptschule 9, Hauptschule 10, Realschule erweiterte Sekundarstufe I – und auch das Abitur.
Wichtig: Unser pädagogisches Konzept ist gut und menschenfreundlich, aber es garantiert nicht das Abitur für jedermann. Es bietet den bestmöglichen Abschluss im Rahmen individueller Fähigkeiten.
Wir unterrichten alle vorgeschriebenen Fächer: Deutsch, Englisch, Französisch/Spanisch, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geschichte, Erdkunde, Politik, Kunst, Musik, Sport und Religion/Werte und Normen.
Der Unterschied: Nicht was wir unterrichten, sondern wie – mit Respekt, in flexiblen Gruppen und selbstorganisiert. Der Unterricht ist fachorientiert, aber nicht lehrerzentriert.
Projektarbeit, Praktika und Exkursionen ergänzen den Unterricht und ermöglichen praktische Erfahrungen und Berufsorientierung. Unterschiedliche Arbeitstempi fangen wir in den freien Arbeitszeiten auf.
Sanfter Übergang zu den Lernbüros: Der Wechsel zur Sekundarstufe 2 wird sorgfältig vorbereitet. Die Selbstorganisation aus Work & Study ist die perfekte Grundlage für das Lernbüro-Konzept.
Was dein Kind mitbringt: Hohe Selbstorganisation, soziale Kompetenzen, fachliche Grundlagen und intrinsische Motivation.
Das Ziel: Dein Kind ist optimal auf die gymnasiale Oberstufe vorbereitet und kann eigenverantwortlich lernen.
Betriebspraktika, Berufsberatung und Bewerbungstraining bereiten auf die Zukunft vor.
Besondere Projekte: Nachhaltigkeit im Schulgarten, soziales Engagement durch Patenschaften und kulturelle Bildung durch Theater und Musik.
Friedensbildung: Als Modellschule für Friedensbildung in Niedersachsen setzen wir besondere Akzente.
Bewusste Entscheidung: Für die Montessori-Pädagogik und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen
Aktive Mitarbeit: Elternabende, Workshops, Materialherstellung, Elterndienste
Dialog: Bereitschaft zum Austausch mit der Schule
Gutes Essen gehört zu guter Bildung: Kostenpflichtiger, warmer Mittagstisch mit externer Versorgung. Vegetarische Menüs sind selbstverständlich möglich.
Lade dir den Aufnahmeantrag Schule herunter und informiere dich über den Aufnahmeprozess.
Du hast Fragen? Wir freuen uns auf dich! Kontaktiere uns gerne für ein persönliches Gespräch.
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